Berufsunfähigkeit muss feststellbar sein

Wenn bei einem Versicherten infolge Aggravation die Berufsunfähigkeit nicht feststellbar ist, geht dieses zu seinen Lasten. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main entschieden. In diesem Fall litt ein Mann an sogenannter Aggravation. Darunter versteht man das bewusst übertriebene Betonen vorhandener Krankheitssymptome. Beim aggravierenden Patienten besteht im Unterschied zum Simulanten ein echtes Symptom, deren Schwere jedoch nicht im Verhältnis zum objektiven Krankheitsbefund steht.

In diesem Fall konnten auf Grund der übertriebenen Darstellungen des Mannes keine zuverlässigen Befunde erhoben und Diagnosen erstellt werden. Das wurde für ihn zum Nachteil. Die Richter lehnten deshalb alle Rentenansprüche des Mannes ab. Das unklare Beweisergebnis sei durch ihn verschuldet und damit habe der Mann auch die Folgen zu tragen.
(AZ: 3 U 171/06)

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