Tierische Knochen im Unterkiefer

Tierische Knochen im Unterkiefer

Eine Zahnfleischerkrankung hatte einen Patienten bereits mehrere Zähne gekostet. Um die Lücken durch Implantate schließen zu können, musste der geschrumpfte Kieferknochen zunächst mit Aufbaumaterial präpariert werden. Der Mediziner erwähnte am Rande, es handele sich um Füllstoffe boviner Herkunft. Erst hinterher erfuhr der von Schmerzen geplagte Patient, dass damit Material aus Rinderknochen gemeint war und dass auch eine Behandlung mit Knochenmaterial aus dem eigenen Becken möglich gewesen wäre. Er forderte er 5.000,- € Schmerzensgeld, und das mit Erfolg. Wenn es mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte Behandlungsmöglichkeiten mit wesentlich unterschiedlichen Risiken und Erfolgsaussichten gebe, müsse der Arzt den Patienten darüber aufklären. Tue er dies nicht, hafte er für aus dem Eingriff resultierende Schmerzen (Oberlandesgericht Stuttgart, 1 U 25/05).

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