Pfändungsschutz für private Altersvorsorge möglich

Außer der Rürup-Rente und der Riester-Rente können Altersvorsorgeverträge, insbesondere Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen, aber auch Fonds- und Banksparpläne vor der Pfändung geschützt werden (siehe § 851c Abs. 1 Zivilprozessordung ZPO).

Voraussetzung ist unter anderem, daß das angesparte Kapital unwiderruflich für den Zweck der Altersvorsorge eingezahlt worden ist. Die Leistungen aus dem angesparten Kapital dürfen also erst mit dem Eintritt des Rentenalters oder im Fall der Berufsunfähigkeit ausschließlich als lebenslange Rente erbracht werden.
Der Versicherungsnehmer muß unwiderruflich darauf verzichten, über seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag zu verfügen. Außer für den Todesfall darf keine Kapitalauszahlung vereinbart sein. Vorsorgemaßnahmen für Hinterbliebene sind in den Schutzumfang einbezogen.

Das heißt: Der Versicherungsnehmer muß seiner Versicherungsgesellschaft, den Vertrag verwaltet, einen sogenannten "Verwertungsverzicht" schriftlich zukommen lassen.

Höhe des Pfändungsschutzes
Die Höhe des pfändungsfreien Vorsorgekapitals ist begrenzt. Geschützt wird nur ein Kapitalstock, aus dem mit Vollendung des 65. Lebensjahrs eine Rente erwirtschaftet werden kann, die in ungefähr der Pfändungsfreigrenze entspricht.
Von 2.000 Euro bei einem 18-Jährigen bis zu 9.000 Euro bei einem über 60-Jährigen reichen die Staffelbeträge, die jährlich unpfändbar angelegt werden können. Die Gesamtsumme des zum Zwecke der Altersvorsorge zurückgelegten Geldes darf 238.000 Euro nicht übersteigen.


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